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Die 9 führenden Konflikte am Arbeitsplatz - Teil 1 - Chef, Kollegen, Geschäftspartner und Kunden

Wenn du „Konflikte am Arbeitplatz“ hörst, dann denkst du vermutlich an deinen Chef, Kollegen oder Kunden.

Das sind DIE Situationen, die du durch einen regelmäßigen Schlagabtausch am stärksten spürst. Du bist mit deinen Gefühlen in solchen Gesprächen total dabei.

Doch wenn es um Konflikte am Arbeitsplatz geht, spielen andere Themen auch eine sehr wichtige Rolle.

Warum nicht nur die Beziehung zu Menschen zu Konflikten am Arbeitsplatz führt

Die meisten Menschen, bringen „Konflikte am Arbeitsplatz“ mit nicht rund laufenden Beziehungen zu Kollegen, Kunden oder der Führungskraft in Verbindung. Spontan denkst du an eine Situation, die sich unlängst zugetragen hat. Du denkst an die sinnlose Diskussion mit deinem Kollegen oder Chef. In dir steigen sofort Ärger-Gefühle auf.

Weil diese Gefühle erstmal unangenehm wirken, nimmst du sie verstärkt wahr. Du wirst durch einen Satz oder eine Bemerkung aus deiner Komfortzone geholt. Diese Gespräche nerven dich total und eigentlich hast du keinen Bock darauf.

Zwischenmenschliche Beziehungen sind die größte Herausforderung, die dich in deinem beruflichen Alltag begleiten. Sie kosten dich eine Menge Zeit. Wusstest du, dass gar nicht die eigentliche Gesprächszeit der Fresser ist, sondern die vielen Gedanken, die du dir im Nachhinein machst?

Die Gespräche sind längst vorüber und du hängst mit deinen Gedanken immer noch drinnen. Erkennst du dich wieder? 

Der Inhalt spielt sich wie ein Karussell in deinem Kopf ab. Es dreht sich unendlich weiter und die Runden kreisen. Manchmal Stunden, manchmal Tage und manchmal auch Wochen, die dich die Situation nicht vergessen lassen.

Das ist der Grund, warum du „Konflikte am Arbeitsplatz“ eher in der Interaktion mit Menschen in Verbindung bringst. Dabei machen die zwischenmenschlichen Beziehungen ca. nur die Hälfte der Konflikte am Arbeitsplatz aus.

Andere Konflikte, die dich in deinem täglichen Handeln ergeben, haben nichts mit Menschen zu tun, sondern mit der inhaltlichen Ausgestaltung deiner unterschiedlichen Tätigkeiten. Dazu gehören die Organisation und die Tagesabläufe.

Konflikte ergeben sich, wenn die äußeren Faktoren nicht mit deinem inneren Glauben übereinstimmen. Du hast das Gefühl, dass Etwas fehlt. Das „Fehlen“ löst einen Mangel in dir aus. Dieser Mangel führt zu einem Konflikt.

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DIE 9 FÜHRENDEN KONFLIKTE AM ARBEITSPLATZ SIND:

Interaktion mit Menschen

  • Dein Chef und du

  • Dein Kollege und du

  • Die internen/externen Abteilungen/Zulieferern/Produzenten/Logistikpartner und du

  • Dein Kunde und du

Arbeitsorganisation

  • Die vielfältigen Aufgaben und du

  • Die Regeln und du

  • Die Erreichbarkeit und du

  • Die Zeit und du

  • Deine Teilzeittätigkeit und du

Im 1. Teil meines Blogartikels geht es um die zwischenmenschlichen Konflikte, die sich ergeben können.

Dein Chef und du

Das Verhältnis zu deinem Chef, ist ein sehr wichtiges in deinem täglichen Handeln. Ja nachdem, was dein Chef für ein Typ ist, macht die Zusammenarbeit mit ihm mehr oder weniger Spaß.

 

Wenn sie Spaß macht, dann hast du eine „Führungskraft“ als Chef. Er sieht dich als Mensch.

 

Die meisten Konflikte mit schwierigen Chefs ergeben sich, wenn der Chef ein „Vorgesetzter“ ist. Ihm ist es egal, wie du dich fühlst oder was dich gerade bewegt. Für ihn zählt ausschließlich dein „Funktionieren“ und die Leistung, die du ablieferst. Nachfragen oder Diskussionen möchte er vermeiden. Deshalb werden sie sofort im Keim erstickt.

 

Gespräche finden im Monolog statt: er redet und du hörst zu. Unterbrechungen werden als unangenehm betrachtet und sind nicht erwünscht. Du hast zu gehorchen und wenn du es nicht tust, dann gibt es Stress. Du weißt, dass es in diesen Gesprächen schwierig ist, deinen Standpunkt zu vertreten.

 

Diese Art der Kommunikation ist sehr einseitig und du hast wenig Freude daran. Das ist der Grund, warum dich diese Gespräche schon im Vorfeld begleiten und danach. Dir fällt es schwer, diese Situationen zu vergessen und loszulassen.

 

Die meisten Unstimmigkeiten mit deinem Chef ergeben sich aufgrund von:

der Anerkennung deiner Arbeit
– die Sichtbarkeit als wertvoller Mitarbeiter
– Das Vertrauensverhältnis, das zwischen euch (nicht) besteht
– Die Bezahlung, die du für deinen Job erhältst

 

Lösungen für beide Seiten sind schwer zu erreichen, weil der Vorgesetzte oft auf dem Trip ist, das gemacht wird, was er sagt. Mit einer „Führungskraft“ als Chef, sind diese Ursachen für Konflikte leichter zu besprechen. Sehr wichtig ist in diesen Gesprächen auch, dass du deiner 1. Reaktion misstrauen musst. Davon hängt dein Erfolg ab!

Lösungsansätze für schwierige Gespräche mit deinem Vorgesetzten

  • Bereite dich gut auf die Gespräche vor.

  • Höre genau hin, wann sich eine Lücke in seinem Monolog ergibt und gehe da freundlich, aber bestimmt rein.

  • Bringe prägnant auf den Punkt, WORUM es geht und was für VORTEILE dein Vorgesetzter daraus hat. Die Bereitschaft zuzuhören erhöht sich um ein Vielfaches.

  • Zeige ihm, wie sich durch deine Arbeit die ERGEBNISSE des Unternehmens positiv VERÄNDERN. Er als Chef profitiert auch davon, weil du in seinem Team bist.

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Dein Kollege und du

Am meisten macht die Arbeit dir Spaß, wenn du tolle Kollegen um dich herum hast. Solche, mit denen du durch dick und dünn gehst. Mit denen du als Team zusammenarbeitest und du richtig gute Lösungen schaffst. Gemeinsam mit deinem Kollegen gelingt es dir, großartige Ergebnisse zu erreichen.

 

Wenn die Kommunikation mal nicht so gut läuft, kann das verschiedene Ursachen haben:

– Du traust dich nicht, ein bestimmtes Konfliktthema anzusprechen
– Du denkst, dass dein Kollege etwas gegen dich hat
– Du vermutest, dass dein Chef deinen Kollegen für kompetenter hält
– Du hast das Gefühl, dass dein Kollege weniger leistet
– Du glaubst, dass dein Kollege sich selbst überschätzt (Verlinkung zu Selbstüberschätzung)

 

Wenn sich Konflikte mit deinem Kollegen ergeben, dann leidest du darunter. Und dein Kollege spürt es auch. Auch wenn du das Gefühl hast, dass es nicht so ist. Je nachdem, was er für ein Typ ist, würde er es vermutlich sowieso nicht zugeben. Kritische Gespräche sind zwar unangenehm, bringen dich aber enorm voran.

Lösungsansätze für unangenehme Konflikte mit deinem Kollegen:

  • Sprich zeitnah das Thema an, mit dem du dich nicht wohlfühlst: benenne die konkrete Situation oder das Ereignis, das dich stört.

  • Wenn du emotional sehr aufgebracht bist, schlafe auf jeden Fall eine Nacht darüber und überlege dir, wie deine 1. Reaktion aussehen soll.

  • Sage deinem Kollegen unbedingt, wie du dich in der Situation fühlst und GANZ wichtig dabei: mach ihm keinen Vorwurf! Denn Vorwürfe führen dazu, dass der andere sich verschließt und eine Lösung erstmal nicht in Sicht ist.

  • Wenn du deinem Kollegen eine Rückmeldung gibst oder ihn für sein Verhalten kritisierst, dann mache es so, wie du es auch am liebsten gesagt bekommen möchtest: ruhig, auf der sachlichen Ebene, wertschätzend und OHNE Vorwürfe.

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Deine Geschäftspartner, internen Abteilungen, Zulieferer, Produzenten und du

Es gibt einige Aufgaben, die nur durch eine Zusammenarbeit mit einem weiteren Part erledigt werden können. Das kann je nach Job dein Geschäftspartner, eine interne Abteilung, ein Zulieferer, ein Produzent von Waren, Logistikpartner, Werbeagentur etc. sein.

 

Zu Konflikten kann es kommen, weil

– Die andere Seite unvollständig, falsch oder zu spät liefert
– Die Absprachen nicht eingehalten werden
– Andere Ergebnisse an den Kunden ausgeliefert werden, ohne dass Rücksprache mit dir erfolgt ist
– Prozesse im Nachhinein geändert werden
– Die Kommunikation nicht rund läuft

 

Diese Ursachen kosten eine Menge Nerven und Geld. Und eigentlich möchtest du dich nicht aufregen. Du musst eine Lösung finden, um eine reibungslose Zusammenarbeit zu gewährleisten. Oft stehst du als alleiniger Ansprechpartner vor eurem gemeinsamen Kunden.

Lösungsansätze in herausfordernen Gesprächen mit Geschäftspartnern, internen Abteilungen, Zulieferern, Produzenten:

  • Versuche Ruhe zu bewahren, wenn sich plötzlich Komplikationen ergeben. Prüfe genau den Sachverhalt, ehe du dem anderen eine Rückmeldung gibst.

  • Ergänze mündliche Vereinbarungen durch schriftliche Absprachen, um Kommunikationsmissverständnissen vorzubeugen.

  • Wenn die Kommunikation nicht klappt, wechsle den Ansprechpartner oder übergebe den Sachverhalt einem Kollegen.

  • Wenn die Konflikte schon länger da sind, schau dich nach einem passenderen Kooperationspartner um und beende die geschäftliche Beziehung, wenn du diesen gefunden hast.

Dein Kunde und du

Die Zusammenarbeit mit Kunden ist der Part, der dich oder das Unternehmen, für das du arbeitest im „Außen“ sichtbar macht. Diese Kommunikation kann sich von leichtfüßig bis nervenaufreibend gestalten. Wenn negative Emotionen dabei sind, dann kann ganz schnell die sachliche Seite untergehen.

 

Konflikte können sich ergeben

– Wenn dein Kunde ein anderes Ergebnis erwartet hat
– Der Zeitrahmen überschritten wurde
– Dein Kunde immer wieder Verbesserungen möchte
– Ihr auf unterschiedlichen Frequenzen funkt

 

Eine funktionierende Kommunikation mit deinem Kunden, ist eine wichtige Voraussetzung für eure Zusammenarbeit. Davon hängt der gemeinsame Erfolg ab. Wenn die Gespräche nicht gut laufen, dann wirkt sich das auf das Endergebnis aus.

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Lösungsansätze für schwierige Gesprächen mit deinem Kunden

  • Wenn dein Kunde unzufrieden mit der Zusammenarbeit ist, höre genau zu, WORUM es ihm genau geht. Wenn du die Punkte kennst, dann kannst du an einer Lösung arbeiten. Wenn du merkst, dass du ihm die Lösung nicht kommunizieren kannst, übergib diesen Part an einen Kollegen oder bitte deinen Chef um Unterstützung.

  • Wenn du unzufrieden mit der Zusammenarbeit bist: sprich das Thema konkret und zeitnah an. Benenne die sachlichen Fakten und lass alle Gefühle außen vor (auch wenn du innerlich kochst). Sage ihm genau, was du dir wünschst und was sich in der Zusammenarbeit ändern soll.

  • Um unendliche Korrekturwünsche im Nachhinein zu unterbinden, vereinbare im Angebot, dass 2 Korrekturen im Preis enthalten sind und bei weiteren zusätzliche Kosten entstehen. Dein Kunde überlegt sich dann genau, wie oft er im Nachhinein Änderungen durchführt.

FAZIT

Wenn Konflikte in der Luft sind, fühlt sich das unangenehm an. Sie können dazu führen, dass die sachlichen Fakten, (um die es eigentlich geht) in den Hintergrund geraten.

 

Oft hilft es dir, wenn du dir darüber klar wirst, was dich gerade steuert. Sind es die sachlichen Fakten, die dich stören oder kommen plötzlich in dir unangenehme Gefühle hoch? Wenn dich deine Wut oder deine Enttäuschung reagieren lassen, halte es in diesem Moment einfach aus.
Ja ich weiß – das ist manchmal so schwer!

 

Nach ungefähr 3 Minuten sind diese heftigen Gefühlsausbrüche viel leiser und du kannst dich wieder voll auf die Fakten konzentrieren.

 

Es kann dir helfen dich daran zu erinnern, dass es um ein berufliches Problem handelt, von dem nicht dein Leben abhängt, auch wenn es sich manchmal so anfühlt.

 

Jeder zwischenmenschliche Konflikt hat soviel Raum und Bedeutung, wie du ihm einräumst. Auch wenn sich in dir jetzt vielleicht eine laute Stimme meldet „Aber“… Deine Gedanken vor und NACH dem Konflikt sind häufig viel hartnäckiger als die konkrete Konfliktsituation.

 

Wenn es dir gelingt, deine Gedanken bewusst wahrzunehmen, führt das wesentlich zu mehr Klarheit, die dir bei der Konfliktlösung hilft.

 

Im 2. Teil von meinem Blogartikel geht es um organisatorische Themen, die es ganz schön in sich haben und durch die du schnell den Überblick verlieren kannst. Du erfährst richtig gute Tipps, die dir helfen, strukturierter und effizienter in der Arbeitsorganisation voranzukommen.

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  • Spare viel Zeit und spiele die anstehenden Gespräche nicht unendlich oft im Vorfeld durch.

  • Spare grandios viel Zeit. indem du im Nachgang nicht immer wieder das Thema auf den Tisch holst. Mache reinen Tisch mit dir und verzeihe dem anderen, weil er sich nicht deinen Erwartungen entsprechend verhalten hat. Das ist sehr herausfordernd! Dennoch ist es ein großer Schlüssel in deinen zwischenmenschlichen Beziehungen.

  • Finde heraus, was deine jeweiligen Erwartungen an den anderen sind.

  • Beobachte dich genau, ob du einem Gefühl nachgibst oder ob es die sachlichen Fakten sind, die dich stören.

MEINE EMPFEHLUNG FÜR DIE EINFACHE LÖSUNG VON BERUFLICHEN KONFLIKTSITUATIONEN:

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