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Anerkennung: Warum du zeigen musst, was du kannst

Du lieferst Top Ergebnisse und bekommst dennnoch nicht die Anerkennung, die du verdienst?

Du möchtest, dass deine wertvolle Arbeit wird endlich gesehen und willst von deinem Chef wahrgenommen werden?

Andere stehen viel öfter im Rampenlicht, obwohl du viel mehr leistest?

Warum dir Fleiß nicht weiterhilft

Du bist ein fleißiges Bienchen, das gerne an den täglichen Aufgaben arbeitet. Alle Menschen in deinem Umfeld kommen gerne zu dir, weil sie wissen, dass du eben mal schnell zwischendurch hilfst. Das machst du total gerne.

Dein Chef möchte auch immer mehr von dir. Dein Gefühl ist, dass du häufig neue Aufgaben von ihm bekommst. Die erledigst du in Windeseile.

Du kannst megaviel leisten und deine Kunden sind sehr zufrieden. Eigentlich ist alles ok, wenn da nicht dein inneres Gefühl wäre. Du kannst es nicht richtig beschreiben. Es fühlt sich ein wenig dumpf an. Irgendetwas fehlt.

Was ist es für ein Gefühl, das sich meldet?

Es ist deine Unzufriedenheit. Du glaubst, dass du mit deinem Job zufrieden bist. Du bringst Top Resultate, deine Kunden schätzen dich sehr und bei deinen Kollegen bist du auch beliebt. Aber ein entscheidender Punkt fehlt: die Wertschätzung von deinem Chef. Es ist deine Unzufriedenheit.

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Je weniger du Wertschätzung im Job erhältst, desto unzufriedener wirst du. Jeder Mensch braucht Anerkennung für das, was er tut. Das ist nicht nur im Job so, sondern auch im Privatleben. Woran liegt das?

Menschen sind soziale Wesen, die sich in einer Gemeinschaft am wohlsten fühlen. Sie haben ein tief verwurzeltes Bedürfnis nach sozialer Anerkennung. Das ist der auch der Grund, warum Wertschätzung im Job so wichtig ist. Anerkennung ist ein menschliches Grundbedürfnis in der Maslowschen Bedürfnispyramide.

Du verbringst die meiste „wache“ Zeit deines Tages auf Arbeit. Im besten Fall macht diese dir Spaß. Du möchtest dich mit deinen Kollegen wohlfühlen und einen Job ausüben, der sinnvoll ist. Einen Chef zu haben, der dich dann noch lobt, ist schon fast Luxus. Und genau dieser Luxus ist so lebensnotwendig.

Bei zahlreichen Mitarbeiterbefragen wurde festgestellt, dass eine Anerkennung im Job durch den Chef einen höheren Wert hat, als eine Gehaltserhöhung. Die daraus resultierende Zufriedenheit hält nur kurz an. Eine monitäre Belohnung ist nach wenigen Monaten bereits Normalität und wird als Motivator schnell vergessen.

Wenn die Wertschätzung im Job fehlt, dann

  • sinkt die Motivation des Mitarbeiters

  • die Leistung verringert sich

  • die Zufriedenheit im Job geht runter

  • die Häufigkeit von Krankheit steigt an

  • emotionale Bindung an das Unternehmen sinkt

  • schlechtere Stimmung im Team

  • Mitarbeiter macht Dienst nach Vorschrift

  • innerliche Kündigung

Wie sich deine Unzufriedenheit erhöht

Wenn dich dein Chef nicht lobt, dann kann das unterschiedliche Ursachen haben:
  1. Er ist nicht der Typ, der einfach lobt.
  2. Er nimmt nur die lauten Kollegen wahr.
  3. Ihm ist nicht klar, das ein einfaches „Dankeschön“ eine große Wirkung haben kann.
  4. Er ist sich selbst am Wichtigsten.
  5. Mitarbeiter betrachtet er als Zahlenmaschinen und nicht als Menschen, die auch als diese wahrgenommen werden möchten.

Für den „Vorgesetzten“ ist der eigene Erfolg am wichtigsten und dafür ist er bereit, alles zu tun, ohne Rücksicht auf andere Menschen. Seine Mitarbeiter stehen nicht im Fokus. Er ist zahlenorientiert. Die Stimmung in solchen Teams ist oft erdrückend und von großer emotionaler Unruhe geprägt.

Persönliche Wertschätzung ist dem Vorgesetzten nicht wichtig, weil sie sich nicht in Zahlen messen lässt. Das ist auch der Grund, warum seine Mitarbeiter keine „eigenständige“ Anerkennung von ihm erhalten. In den Mitarbeitergesprächen (wenn sie denn stattfinden) geht um die aktuelle Zielerreichung und die Dinge, die der Mitarbeiter nicht geschafft hat. Lob und Wertschätzung finden selten bis nie statt.

 

Eine „Führungskraft“ ist jemand, der sein Team in den Mittelpunkt stellt. Es zählt jedes Teammitglied und die Führungskraft versucht, alle Mitarbeiter seines Teams mit ihren Talenten zu fördern. Die Teamkultur ist von einem Miteinander und gegenseitiger Unterstützung geprägt.

Die Mitarbeiter fühlen sich wohl und haben ein Verhältnis auf Augenhöhe zu ihrem Chef. Eine Führungskraft sieht den Menschen. Sie interessiert sich für ihren Mitarbeiter und bringt ihm in regelmäßigen Gesprächen die Wertschätzung seiner Arbeit rüber.

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Ist dein Chef ein Vorgesetzter oder eine Führungskraft?

 

Je nach Cheftyp, fällt ihm die Anerkennung leichter oder schwerer. Wichtig ist, dass du bei wenig Lob nicht denkst, dass dich dein Chef nicht mag. Das ist (meistens) nicht der Fall. Du neigst dazu, mangelnde Wertschätzung mit persönlichem Nicht-Mögen gleichzusetzen. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Im Beruf triffst du die Menschen auf der professionellen Ebene. Und auch wenn sich „gegenseitig mögen“ nett anfühlt, ist es keine Voraussetzung für ein Arbeitsverhältnis.

Warum dein Selbstwertgefühl ein großer Schlüssel ist

Wenn du in deinem Beruf keine Wertschätzung erfährst, dann kann das zur Folge haben, dass dein Selbstwertgefühl darunter leidet. Darunter versteht man, die subjektive, emotionale Einschätzung des eigenen Wertes.

Mach den kleinen Selbstwert-Sofort-Test:

  1. Glaubst du, dass du genug im Job leistest?
  2. Ist dein Selbstwert hoch, auch wenn du keine Anerkennung erhältst?
  3. Glaubst du, dass dein Chef dich als Mitarbeiter schätzt?
  4. Vertraust du deinen beruflichen Fähigkeiten?
  5. Gibst du selbst regelmäßig Anerkennung für deine Arbeit?

Wenn du mindestens 3 der Fragen mit „nein“ beantwortest hast, dann ist dein Selbstwertgefühl eher gering. Das kann unterschiedliche Ursachen haben.

Die häufigsten Ursachen sind: 

  • wie du aufgewachsen bist
  • nach welchen Glaubenssätzen du lebst
  • wie du deine Bedürfnisse kommunizierst
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Wie du aufgewachsen bist:

Wenn deine Eltern oder die Menschen, die dich großgezogen haben, nicht an dich geglaubt haben, dich bestärkt und unterstützt haben oder ihren eigenen Mangel an dich übergeben haben, dann hast du keine Stärkung deiner Persönlichkeit erfahren.

 

Du bist klein gehalten worden und die Liebe zu dir, wurde an bestimmte Dinge geknüpft. Du hast gelernt, dass wenn du bestimmte Erwartungen nicht erfüllst, du nicht liebenswert bist. Die Liebe ist an das „richtige“ Verhalten von dir gebunden worden. Daraus hat sich bei dir verinnerlicht, dass du nur geliebt wirst, wenn du bestimmte Dinge machst, für die du dann Anerkennung bekommst.

 

Du hast gelernt, dass du nur angenommen wirst, wenn du ein bestimmtes Verhalten zeigst. Dein Selbstwertgefühl ist von der Anerkennung anderer Menschen abhängig. Das Verhalten hast du später unbewusst und „ungeprüft“ mitgenommen. Das ist der Grund, warum du viel Wertschätzung von anderen möchtest.

Nach welchen beruflichen Glaubenssätzen du lebst:

Jeder Mensch hat bestimmte Glaubenssätze, nach denen er sein Leben ausrichtet. Das geschieht meist auf einer unbewussten Ebene. Häufige berufliche Glaubenssätze bei mangelndem Selbstwertgefühl sind: „Andere können es besser. Ich kann das sowieso nicht. Meine Kollegen sind einfach viel kompetenter. Egal, was ich mache, mein Chef sieht mich sowieso nicht.“

 

Welche Glaubenssätze trägst du in dir?

 

Die Sätze, die du glaubst, stammen oft von anderen Menschen in unserem Umfeld. Meist tragen wir sie schon viele Jahre in uns. Wenn du herausgefunden hast, welche Glaubenssätze dich begleiten, stelle dir die Frage: Ist es wirklich wahr, was ich mir da sage? Stimmen sie mit meiner heutigen beruflichen Realität überhaupt noch überein?

 

Die meisten deiner Glaubenssätze arbeiten unter der Oberfläche. Das heißt, du weißt gar nicht, dass du sie hast. Viel wichtiger ist an der Stelle noch: sie wirken trotzdem!

Wie du deine Bedürfnisse kommunizierst

Vielleicht bist du ein Typ, der selten bis gar nicht über seine eigenen Bedürfnisse spricht. Warum auch, es fragt ja keiner? Du bist viel für andere Kollegen da und du hörst dir stundenlang die Sorgen und das Gejammere an.

 

Du denkst vielleicht, dass du dich nicht in den Vordergrund drängen willst. Das gehört übrigens auch zu deinen Glaubenssätzen. Du hast nicht gelernt, dass es wichtig ist, auch über deine eigenen Wünsche zu sprechen. Für andere Menschen da zu sein, ist ein feiner Zug, wenn du dabei nicht zu kurz kommst.

 

Es ist total wichtig, auch über die Dinge zu sprechen, die dich im Job bewegen oder wo du auch Unterstützung im Job brauchst. Wenn du nicht aktiv um HIlfe bittest, kann dir auch keiner helfen. Das ist der Grund, warum es so entscheidend ist, über die Themen zu sprechen.

Warum du zeigen musst, was du kannst

Wenn du mit deinem Chef ins Gespräch gehst, dann ist es total wichtig, dass du ihm die Resultate zeigst, die du erreicht hast. Denke nicht, das sollte er schon selbst tun, denn das passiert selten! Wenn du möchtest, dass dein Chef dich und deine Top Ergebnisse wahrnimmt, dann ist absolut entscheidend, dass ihr darüber sprecht.

 

Wenn er es nicht anspricht – mach du es zum Thema! Auch, wenn du dich dabei unwohl fühlst. Es ist so wichtig, dass er alle Fakten von dir erfährt.

 

Es existiert häufig die Ansicht, dass der andere es doch sehen muss! Es ist schließlich so offensichtlich. Das mag aus deiner Perspektive so sein. Für deinen Chef bist du ein Teil von seinem Team. Und je nachdem, was er für ein Cheftyp ist, nimmt er deine wertvolle Arbeit nicht automatisch wahr. Mach ihn darauf aufmerksam. Zeig ihm, was du erreicht hast. Hol dir aktiv dein Feedback ab.

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Du erreichst ihn in euren Gespräch auf unterschiedlichen Kanälen. Dadurch, dass er dir zuhört, bekommt er die Ergebnisse über die Ohren in sein Gehirn „eingespielt“. Beschreibe ihm, was du genau erreicht hast und was die Meilensteine auf dem Weg waren.

 

Eine weitere Verstärkung kann stattfinden, indem du Inhalte übersichtlich und schnell verständlich aufbereitest. Die meisten Chefs lieben Zahlen. Zeige deine persönlichen Erfolge und stelle einen Zusammenhang zu den Teamergebnissen oder zu den Unternehmenszahlen dar. Veranschauliche, was dein pozentualer Anteil am Gesamterfolg ist.

 

Durch die Visualisierung erreichst du einen weiteren Kanal in ihm, der direkt zu seinem Gehirn führt. Du gibst ihm eine Information auf zwei Kanäle.

 

Wenn du an einem physisches Produkt gearbeitet hast, dann kannst du das haptische Erlebnis noch aktivieren. Lass ihn das neue Produkt anfassen und zeige ihm, was sich durch deine Arbeit für weitere Vorteile und Verbesserungen ergeben habe. Stelle den Mehrwert dar, den der Kunde durch dich hat.

FAZIT

Auch wenn es am schönsten ist, dass tolle Arbeit selbstverständlich gesehen wird, ist das in der beruflichen Realität leider nicht der häufige Fall. Das liegt an unterschiedlichen Faktoren.

 

Zum einen bist du ein Teil des Teams, zum anderen kommt hinzu, welcher Führungstyp dein Chef ist. Weitere Faktoren, der Einfluss nehmen, sind die Persönlichkeit deines Chefs und wie er offen er durch den Arbeitsalltag geht. Achtet er nur auf sich und seine Arbeit oder tauchen auch andere Menschen in seiner Wahrnehmung auf?

Welcher Kollegentyp ist noch in deinem Team vertreten? Wenn es auch einen Blender (Verlinkung) gibt, dann ist es noch wichtiger, deine Leistung zu zeigen.

 

Auch wenn es manchmal deine Überwindung kostet, dich auf die berufliche Bühne zu stellen: Du bist für deinen sichtbaren Erfolg verantwortlich. Du wächst an solchen Auftritten und lernst, wie du deine Arbeit sichtbar machst. Je mehr du übst, desto leichter fallen die die Situationen.

 

DU SCHAFFST DAS!

 

Deine Ergebnisse:

  • Deine wertvolle Arbeit wird endlich gesehen und Du bekommst die Anerkennung, die du verdienst

  • Dir gelingt es, dich richtig gut vor deinem Chef oder Team zu positionieren

  • Du bringst in beruflichen Diskussionen die richtigen Worte ein und erreichst endlich deine Sichtbarkeit

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  • Führe eine Erledigt-Liste ein. Schreibe dir jeden Tag auf, was du beruflich geschafft hast. Dazu gehören auch: die Bearbeitung von E-Mails, Beantwortung von Kundenanliegen, Telefonate mit Geschäftspartnern, Kunden und anderen Abteilungen. Die Dinge kommen dir vielleicht so "selbstverständlich" und nicht erwähnenswert vor. Das sind sie aber! Sie gewährleisten einen guten Arbeitsablauf und sie sind für eine reibungslose geschäftliche Kommunikation die Grundlage.

  • Arbeite aktiv an deinem Selbstwertgefühl und mache dir Gedanken zu den folgenden Fragen: Welche Dinge fallen dir richtig leicht in der Arbeit? Welche Eigenschaften schätzen andere Kollegen besonders an dir? Was macht dich erfolgreich? Die Antworten auf diese Fragen zu kennen, hilft dir, dich beruflich besser kennenzulernen. Notiere sie und hänge die Liste an einen Ort, wo du sie sehen kannst. Das ermutigt dich selbst und motiviert dich zusätzlich.

  • Sprich mit deinem Chef über deine fantastischen Erfolge: auch wenn du dich dabei nicht so wohl fühlst, führt das zu einer Veränderung deiner Wahrnehmung im Außen. Du trittst von der Unsichtbarkeit in die Sichtbarkeit!

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